Ich bin Steffen Trefz, Küfermeister aus der Region Heilbronn – und einer von rund 100 Küfern in Deutschland, die dieses traditionsreiche Handwerk noch aktiv ausüben. In meiner Werkhalle fertige ich Holzfässer aus heimischer Eiche – in echter Handarbeit und mit großer Sorgfalt.
Maschinen unterstützen mich dabei, doch das Entscheidende ist Erfahrung, Gefühl für das Material und präzises Arbeiten. Das Küferhandwerk hat sich über Jahrtausende kaum verändert – und genau das fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.
1995 habe ich meine Ausbildung zum Küfer begonnen – nach einer abgeschlossenen Lehre als Werkzeugmacher. Ein Freund, der als Weinküfer in Kanada arbeitete, brachte mich auf die Idee. Was als neugieriger Gedanke begann, wurde schnell zur Berufung.
Die Lehrjahre waren anspruchsvoll, aber sie haben mich geprägt. Schon während der Ausbildung war mir klar: Ich möchte mich selbstständig machen. Also begann ich früh, mir die notwendigen Werkzeuge und das Wissen für meinen eigenen Betrieb aufzubauen.
Seit 2005 führe ich meinen Meisterbetrieb – einen von etwa zwölf selbstständigen Küferbetrieben in Deutschland.
Pro Jahr verarbeite ich zwei bis drei ausgewählte Eichenstämme. Die Auswahl treffe ich selbst im Wald oder bei meinen regionalen Holzlieferanten.
Ich könnte mir keinen schöneren Beruf vorstellen.
Das Arbeiten mit Holz, das Formen eines Fasses aus einem gewachsenen Baum und das Wissen, dass darin später Wein reift – das ist für mich weit mehr als Handwerk. Es ist Verantwortung, Tradition und echtes Können.
Wenn Sie mehr über meine Arbeit erfahren oder ein Fass anfragen möchten, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.
Je nach Größe – zwischen 600 und 2000 Litern – werden zahlreiche Dauben vorbereitet, gehobelt und unter Hitze in Form gebogen. Metallreifen halten das Fass zusammen. In der Mitte wird stärker gebogen, an den Enden bleibt das Holz kräftiger für Stabilität.
Zum Abdichten verwende ich traditionelle Materialien wie Schilf und Rindertalg. Jedes Fass wird geschliffen und sorgfältig fertiggestellt.